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„Ein Tag ohne Malen ist ein verlorener Tag“ – Lotte Laserstein (1898–1993)

BIOGRAPHIE | MALEREI | BILDBETRACHTUNG ––– Die Karriere der Malerin Lotte Laserstein begann im Berlin der 1920er Jahre. Als eine der ersten Frauen hatte sie an der Berliner Kunstakademie studiert und sich danach schnell einen Namen gemacht. Ihre Darstellungen moderner junger Frauen, forsche Selbstbildnisse und sinnliche Akte begeisterten Publikum und Kritik gleichermaßen. Die vielversprechend begonnene Laufbahn kam mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten jedoch zu einem abrupten Ende. Als sogenannte Dreivierteljüdin erhielt Lotte Laserstein Berufsverbot, 1937 sah sie sich zur Emigration nach Schweden gezwungen. Hier baute sie sich eine neue Existenz als Porträt- und Landschaftsmalerin auf.
Die Kunsthistorikerin Dr. Anna-Carola Krausse forscht seit vielen Jahren zu Lotte Laserstein und organisiert Austellungen im In- und Ausland. In der Guten Stunde zeichnet sie den Lebensweg dieser beeindruckenden, lange vergessenen Malerin nach und stellt einige ihrer wichtigsten Werke vor.
FOTO: Lotte Laserstein bei der Arbeit an ihrem Gemälde „Abend über Potsdam“ (1930). © Lotte-Laserstein-Archiv Krausse, Berlin. (Ausschnitt)
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